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Bildungszeit: Stadtplätze in Berlin

Vom Marktplatz zum Parkplatz


Kursnummer:
SZ112-012

Volkshochschule:

Steglitz-Zehlendorf

Auskünfte zur Anmeldung:

Tel.: (030) 90299 6156, , E-Mail: vhs-service@ba-sz.berlin.de, www.vhssz.de

Fachliche Beratung:

Herr Michael S. Rauscher, Tel.: (030) 90299 5084, Fax: (030) 90299 5040, E-Mail: michael.rauscher@ba-sz.berlin.de

Beschreibung:

Stadtplätze erzählen von der Entstehung unserer Städte, sie spiegeln die Stadtentwicklung.
Der Gendarmenmarkt gilt als der schönste Platz der Bundeshauptstadt, angelegt von drei Königen. Der berühmteste ist wohl der Alexanderplatz, dessen Geschichte als Ochsenmarkt begann. Verloren ging der mittelalterliche Molkenmarkt.
Im Mittelalter ist der Marktplatz der Mittelpunkt des städtischen Lebens. Er ist umgeben von öffentlichen Gebäuden wie Rathaus und Kirche, halböffentlichen wie dem Gasthaus und den Häusern der Kaufleute. Die stetig wachsende Bevölkerung verlangt mehr Stadtraum. Je größer die Stadt wird, desto mehr Marktplätze sind erforderlich und die teilen sich die Aufgaben nach der Art der Waren. So geschieht es auch in Berlin.
Seit dem 16. Jahrhundert entsteht eine neue Art von Plätzen: Schloßplatz, Paradeplatz, Opernplatz werden als Ausdruck politischer und kirchlicher Repräsentation angelegt. Im 19. Jahrhundert entwickeln sich die Vorstädte zu großflächigen Stadtteilen und werden durch Schmuckplätze gegliedert. Boxhagener Platz, Kollwitzplatz, Leopoldplatz, Savignyplatz und viele andere Plätze sollen die Berliner Wohnquartiere auflockern. Landhauskolonien erobern die Berlin umgebenden Dörfer und Plätze wie der Mexikoplatz betonen sowohl die Schnittpunkte mehrerer Straßen als auch den angestrebten städtischen Charakter.
Im 20. Jahrhundert ignorieren die verantwortlich Planenden die alte Stadt und die vorhandene Bebauung. Im Zuge verkehrstechnischer Erneuerung ersetzen sie Stadtplätze durch Verkehrsknotenpunkte und Parkplätze für den motorisierten Individualverkehr.

Das Seminar bietet einen Einblick in die Geschichte der Stadtentwicklung und Stadtplanung mit dem Schwerpunkt Stadtplätze, sowohl (kurz) allgemein als auch (lang) auf Berlin bezogen. Wir betrachten die verschiedenen Typen von Stadtplätzen vor Ort in verschiedenen Stadtteilen und setzen sie in Beziehung zu ihrer Umgebung. Dabei lassen wir intakte Stadtplätze ebenso auf uns wirken wie einen sozialen Brennpunkt. Die Gestalt der jüngeren Platzanlagen wie Dorothea-Schlegel-Platz und Hermann-Ehlers-Platz lassen die Frage aufkommen: Wer plant die Stadt für wen?

Für die laufintensiven Stadtführungen sind an allen Tagen Fahrscheine für den öffentlichen Nahverkehr erforderlich.

Die Veranstaltung ist nach dem Berliner Bildungszeitgesetz [BiZeitG] in der Fassung vom 5.7.2021 (GVBl. S. 849) als Bildungszeit (ehem. Bildungsurlaub) anerkannt. Der Kurs dient der politischen Weiterbildung nach § 10 (6) BiZeitG. Eine Bescheinigung ist erhältlich über service@vhssz.de.
Die Veranstaltung steht auch Interessierten offen, die den Kurs nicht als Bildungszeit belegen möchten oder können.

Stadtführung Führung



Zusatzinformation:

Für die laufintensiven Stadtführungen sind an allen Tagen Fahrscheine für den öffentlichen Nahverkehr erforderlich.

Bitte beachten Sie:



Kursleiter/-in:

Dr. Komander, Gerhild

Unterrichtseinheiten (45 Min.):

38 UE

Entgelt:

148.40 EUR

Ermäßigt:

80.73 EUR

Veranstaltungsort/Termin(e):
VHS, 14169 Berlin, Onkel-Tom-Str. 14, Raum 07a
Mo, 31.03.2025, 10:00 - 17:00
Di, 01.04.2025, 10:00 - 17:00
Mi, 02.04.2025, 10:00 - 17:00
Do, 03.04.2025, 10:00 - 17:00
Fr, 04.04.2025, 10:00 - 16:00
 
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